Werden-Vergehen-Aufblühen-Zerfall
Ulrike Balkau zeigt Menschenbilder voller Geschichten. Durch die Oxidation der Materialien in Kombination mit alten Fundstücken entsteht der Eindruck von Alterung und Zurückgelassenem.
Günther Balkau zeigt Materialbilder in Zusammenarbeit mit der besten Künstlerin:
der Natur
Mehr auf www.balkau.com
Vernissage
Sonntag, 11. November 2018
um 11h im Kunstkreis49
an der BAHNstrasse 3 in Lotzwil
Finissage mit Abendessen
Freitag, 30. November 2018 um 19h
Um Anmeldung über Facebook oder Email wird gebeten.
Öffnungszeiten
Do / Fr 17 – 20h
Sa 10 – 15h
So 11 – 15h
Ulrike Balkau – Werden- Vergehen- Aufblühen- Zerfall
Ulrike Balkau arbeitet mit Beton. Schon immer faszinierte sie dieser Werkstoff, der neben Marmor und Bronze heute in der Kunst immer mehr Beachtung findet. Der Schwerpunkt ist der Mensch und seine Vergänglichkeit. So finden sich auch weggeworfene Gegenstände in Ulrike Balkaus Arbeiten wieder.
Unermüdlich entwickelt sie ihre Arbeit weiter, experimentiert mit Zement und Beton. Sie benötigt Jahre, bis sie das perfekte Material findet. Die Köpfe werden modelliert und gegossen. Durch diese Kompaktheit erhalten sie die nötige Schwere.
Die Skulpturen der Künstlerin erzählen Geschichten und der Betrachter kann sich leicht im Ausdruck der Charakterköpfe aus Beton verlieren. So vielfältig wie Menschen selbst, so unterschiedlich sind auch die Figuren von Ulrike Balkau. Diese sensible Kreativität und der harte Werkstoff Beton machen die spezielle Schnittmenge aus und setzen künstlerische Ausrufezeichen. Immer wieder setzt sie sich mit dem zentralen Thema werden, vergehen, aufblühen und Zerfall intensiv auseinander. Der natürliche Veränderungs- und Alterungsprozess unter Verwendung von Eisen, Kupfer und Bronze steht dabei im Vordergrund. An Ulrike Balkaus Skulpturen nagt der Zahn der Zeit und zeigen dem Betrachter die eigene Vergänglichkeit auf. Ruppige Betonoberflächen werden nicht glatt geschliffen, Hammer und Meisel hinterlassen Spuren die sie nicht verwischt. Ulrike Balkau mag an den Oberflächen keine Perfektion. In einer Welt von Jugendwahn geprägt zeigt sie die Schönheit des Vergehens auf. Die in sich ruhenden Gesichter wirken schon fast magisch auf den Betrachter. Die Tatsache, dass sie an unser Gefühl appellieren, das tief in unserer Psyche wurzelt, erklärt wenigstens teilweise die Faszination die sie ausüben. Obwohl in sich ruhend, ist ihr Blick lebendig. Durch die Oxidation der Materialien entsteht der Eindruck von Alterung und Zurückgelassenem. Uraltes Holz aus einem Flösserwehr gehoben, Radnaben, Eisenfundstücke aus alten, vergangenen Zeiten werden mitverwendet. So erschafft sie Menschenbilder voller Geschichten und Geschichte.
Günter Balkau
Spontanität und Zufall begleiten den Künstler Günter Balkau kontinuierlich in seiner
Schaffensphase
entstehen Serien, in denen Günter Balkau sich mit den Themen „terrestrische Landschaften“ und dem „Universum“ intensiv auseinander setzt. Er führt die Kunstform des Informell bis 2013 beständig fort und wendet sich schließlich mehr und mehr der Umgebung zu, in der er lebt: dem Schwarzwald.“Verbunden mit dem Lebensumfeld Schwarzwald. Der Natur kunstvoll Respekt entgegenbringen.“Sich aktiv mit dem Gesehenen auseinander setzen….Günter Balkau fühlt sich stark mit seinem Lebensumfeld, dem Schwarzwald verbunden. Seine Streifzüge durch die Natur lassen ihn zu einem großen Sammler werden. Er sammelt Rinden, Zapfen, Flechten, Pilze in großen Mengen. Getrocknet werden diese auf großen Bildflächen dynamisch angeordnet. Trotz der monochromen Farben entstehen Kraftzentren, die durch die einfache Farbgebung besonders hervortreten.
Er entwickelt seine Arbeit ständig weiter, er malt nicht mehr, arbeitet nicht mehr mit Farben sondern experimentiert mit Teer und Wachs . Bitumen, lateinisch für »Erdpech«, bezeichnet ein sowohl natürlich vorkommendes als auch aus Erdöl gewonnenes Gemisch aus verschiedenen organischen Stoffen, ist also urzeitliche Essenz, konserviertes pflanzliches und tierisches Leben.. Rinden werden aneinander geordnet auf der Bildfläche aufgebracht und mit Teer übergossen, aufregend, schartig ausgehärtete Oberflächen entstehen, die das Licht in unzähligen Brechungen variierend reflektiert. Die großen, schwarzen Flächen wirken kraftvoll auf den Betrachter. Man hat den Eindruck, dass das Bild noch fließt und spürt eine gewisse Lebendigkeit. Balkaus künstlerisches Gestalten mit Bitumen eröffnet eine höchst interessante Variante zum Thema „Kunst und Leben“. Denn das Arbeiten mit Teer/Bitumen im Straßenbau hat die Oberfläche unserer Erde drastisch verwandelt.
Beim Betrachten der Bilder wird man mit den einfachen Dingen in nächster Umgebung konfrontiert in ihrer ganzen Pracht und Schönheit. Man kann somit die ganz einfachen Dinge im Leben als etwas ganz Großes betrachten. Sein Credo: Arbeiten und gestalten mit der besten Künstlerin – der Natur
